RON SIBONEY

Bodegas Cochón Calvo führte im Jahr 1920 Ron Siboney auf dem Markt der Dominikanischen Republik ein.
In den 70er Jahren war dieser Rum, aufgrund seiner außerordentlichen Qualität, Marktführer.
Die Wiederbelebung der Marke hat Begeisterung unter den Rumkennern ausgelöst.

Rum - frz. Rhum, span. Ron

Geschichte, Verbreitung und Herstellung

Die erste urkundliche Erwähnung fand das Getränk um 1650 als „rumbullion“ (engl. etwa: großer Tumult) sowie am 8. Juli 1661 vom Gouverneur von Jamaica. Bereits 1667 wurde dieses Getränk „ron“ (kastilisch) bzw. „rhum“ (französisch) genannt.

Rum wird in der Karibik, in Mittelamerika, Südamerika sowie den Philippinen, Australien, Kroatien, Madagaskar, Mauritius, Indien, Réunion, den Kanaren und Kap Verde und in einigen anderen Ländern produziert.

In Deutschland und Skandinavien beruht die frühe Popularität von Rum auf den starken Handelsaktivitäten der sogenannten Westindienflotte, die ihren Sitz im 18. Jahrhundert in der früher dänischen Rumhandelsstadt Flensburg hatte und durch Handelsschiffe Rum aus der Karibik und speziell von den Jungferninseln nach Europa importierte.

Als die Begründer der modernen Rumherstellung gelten Don Bacardi und Felice Presto, die das Prinzip der Herstellung des weißen Rums nahezu gleichzeitig um 1750 auf den karibischen Inseln Kuba und Jamaika erfanden. Die bis 1890 bekannte Presto Destillery auf Jamaika wurde von Ureinwohnern zerstört, was den finanziellen Ruin der kleinen, aber doch weit bekannten Destillerie bedeutete. Spätere Versuche von Prestos Cousin, Gregory Nissen, die Destillerie wieder aufzubauen und sie in altem Glanze erstrahlen zu lassen, blieben erfolglos.

Als alkoholisches Getränk welches aus Melasse oder frischem Zuckerrohrsaft gewonnnen wird, hat Rum einen Mindestalkoholgehalt von 37,5 Volumenprozent.

Qualität und Besonderheiten

Guter Rum zeichnet sich im Gegensatz zu den meisten anderen Zuckerrohrbränden durch eine lange Reifung in Holzfässern aus, ähnlich Whisky oder Cognac. Je länger das Destillat im Holzfass reift, desto weniger Fuselstoffe bleiben enthalten. Ein Nebeneffekt ist die erst gelbliche, dann braune Färbung, die das zunächst farblose Destillat dabei annimmt. Um weißen Rum besserer Qualität zu erhalten, wird dieser mehrere Monate in Edelstahlfässern gelagert.

Rhum agricole wird Rum genannt, der auf den französischen Antillen hergestellt wird. Er unterscheidet sich vorrangig von normalem Rum durch seine Herstellung aus frischem Zuckerrohrsaft.

Martinique-Rum: Für das Departement gibt es das Décret vom 5. November 1996, nach dem ein „Rhum Vieux Agricole“ mit Appellation d’Origine Contrôlée (AOC) hergestellt werden kann.

Jamaika-Rum zeichnet sich durch einen sehr kräftigen, würzigen Geschmack aus, der manchmal als scharf empfunden wird. Höherwertige Brände werden in Cocktails oder auch pur genossen.

Rum-Verschnitt beruht auf der Tradition alter Flensburger Rumhandelshäuser, den aus Dänisch-Westindien importierten Jamaika-Rum mit Monopolalkohol und Wasser auf Trinkstärke zu verschneiden. Der Jamaika-Rum war dazu besonders wegen seines intensiven Geschmacks geeignet.

(Quelle: wikipedia)